Vakuum-Röhren-Kollektor oder Flachkollektor?

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Der Kollektor ist ein fester Bestandteil einer Solaranlage zur Brauchwassererwärmung. Die zwei häufigsten Bauarten sind Flach- und Vakuumröhrenkollektoren. Flachkollektoren bestehen aus dem Absorber, einer Glasabdeckung, Rahmen und Dämmmaterial. Bei Vakuumröhrenkollektoren ist der Absorber in einer evakuierten Glasröhre untergebracht.
Statt Leistungen bei optimalen Bedingungen zu betrachten ist es wichtig, wie ein Kollektor mit "normalen" Einstrahlungswerten (300 – 600 Watt) umgeht.

Denn diese Bedingungen treffen wir in unseren Regionen zu mehr als 70% des Jahres an. Hier zeigen sich die Stärken und Schwächen eines Kollektors, z.B. auch die Überlegenheit einer guten Vakuumröhre. Je niedriger die Einstrahlung, je größer werden die Leistungsdifferenzen zwischen einem Flachkollektor und einer Vakuum-Röhre.
Andererseits sind Vakuumröhrenkollektoren ca. 30 % teurer als Flachkollektoren. Somit ist jede Solaranlage und die Ziele, die mit Ihr verfolgt werden separat zu betrachten.
 
Zusammengefasst:
 

Vorteile Vakuumröhren-Kollektoren

Vorteile Flachkollektoren

  • optimaler Energieertrag durch Vakuumröhrentechnologie – vor allem bei niedrigen Außentemperaturen
  • dauerhafte Dichtheit der Vakuumröhren, da reiner Glasverbund (kein Übergang Glas–Metall)
  • Rohrleitungsführung innerhalb des sehr gut gedämmten Sammelkastens mit der Möglichkeit der Ausdehnung bei extrem hohen Temperaturen
  • Wechseln der Röhren ohne Kollektorkreisentleerung möglich – „trockene Anbindung“
  • tiefgezogene Aluminiumwanne
  • strukturierter, hochselektiv beschichteter Absorber
  • stehendes und liegendes Format
  • lange Lebensdauer durch witterungsbeständige Materialien und hagelfestes Solarglas
  • Keine Verwitterung


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